
Aber ich erwischte Dagmar noch, kurz bevor ihr BH fertig war...
Zwischendurch stärkten wir uns mit Kaffee, Muffins und Brezeln, doch die Zeit verging so schnell, kein Wunder, wir waren ja auch sehr kreativ, dass wir kaum Pausen einlegten.
An unserem Tisch sieht man auch, dass die Nähmaschinen und das Material mehr Platz einnahmen, als die Getränke und das Essen:
Elas BH-Buch stand uns immer wieder mit Rat und Tat zur Seite (die Schüssel in der Mitte des Tisches war unsere Abfallschüssel...) und der Taschenrechner half uns immer wieder, die richtige Wäschegummilänge zu ermitteln...
Und während Dagmar noch ihren zweiten BH, den sie angefangen mitgebracht fertig nähte, ließ ich meine Maschine noch für zwei Rebecca-Slips weiter rattern, so entstand ein komplettes Rebecca-Set, leider kommt das Grün gar nicht so kräftig raus, wie es in Wirklichkeit ist!
Und als wir schon mittendrin am Nähen waren, klingelte noch der Götterbote und brachte uns das ersehnte Päckchen mit der Bestellung von Ela. Da war unter anderem der Schnitt Amelie von Sewy drin, den ich für meine Tochter nähen wollte. Sarah war zunächst etwas enttäuscht, als sie sah, dass ich einen Rebecca-BH nähte, doch ich konnte ja erst mit dem BH für sie beginnen, nachdem der Schnitt da war. Und da ich noch so im Dessousnährausch war, auch nachdem Dagmar schon nach hause gegangen ist, schnitt ich gleich noch die Amelie zu und es entstand noch vor dem Abendessen ein neuer BH für meine Tochter:
Jetzt ist sie total glücklich, sie musste den BH natürlich gleich anziehen und sie zog ihn seither nicht mehr aus (das ist doch für mich das großte Kompliment!).
Doch auch ich bin heute total glücklich. Es war einfach ein wunderschöner Tag, zusammen mit Dagmar zu nähen, zu reden, lachen... Und nachdem ich seit dem 23. Dezember den Anzug für meinen Mann nähte und teilweise nichts so richtig vorwärts ging (Bilder davon folgen noch), tat mir dieses flüssige Nähen mit vielen Erfolgen auch so richtig gut!!
Ich denke, das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir zusammen Dessous genäht haben, nicht wahr Dagmar!?