Montag, 29. Juni 2009

Das Geburtstagsgeschenk für meine Tochter

Wie schon angekündigt bin ich eifrig dabei, meine Wollvorräte abzubauen. Und heute Abend bekam ich das Geburtstagsgeschenk für meine Tochter fertig - einen Pullunder.

Sie hat sich den schon gleich, als das Frühjahrsheft von Junghans-Wolle herauskam, ausgesucht und bis letzte Woche Montag lag die Wolle nun in meinem Schrank.

Verstrickt habe ich 200g der Junghans-Wolle Aruba (45% Polyamid, 41% Baumwolle, 9% metall.Polyester, 5% Polyacryl) mit der Nadelstärke 9. Angegeben ist zwar die Nadelstärke 6-8, aber ich stricke doch so fest, dann hätte das nie gepasst.

Die Wolle sieht verstrickt zwar sehr schön aus, dennoch würde ich mir diese Wolle nicht mehr kaufen, denn gerade die Übergänge zwischen den einzelnen Materialien waren oft recht störrisch und haben große Maschen hinterlassen.

Nun bin ich mal gespannt, was meine Tochter am Mittwoch spricht, wenn sie ihren Wunschpullunder auspackt.

Sonntag, 28. Juni 2009

HURRRRRRA - Ich bin mit dem Großprojekt Musical fertig

Heute Morgen so gegen 11.30 Uhr war es soweit, ich nähte den letzten Rollsaum und machte fast einen Luftsprung vor Freude!

Doch beginnen wir mal vergangenen Mittwoch, da war ja die große Anprobe und gerade die Tuniken waren ein wenig das Sorgenkind, denn man war der Meinung, dass diese zu weit sind. So steckte ich an jedem Mädchen eventuelle Änderungen ab. Klar, bei einigen waren die Tuniken wirklich zu weit. Doch dass es zu dieser Situation kam, da sind die Mädels selbst daran Schuld. Sie wollten sich partout nicht ausmessen lassen, hätte ich Maße gehabt, dann hätte ich sicher festgestellt, dass ich einige Kostüme nach Kindergrößen nähen hätte können... Aber so bekam ich einfach die Aussage, dass XS schon passen würde...
Einige Tuniken passten auch genau so, wie sie waren, da nähte ich seitlich nur ein Satinband mit an, das man dann locker im Rücken binden kann, dann musste ich bei einige "nur die Seitennaht etwas enger nähen, da fasste ich das Satinband gleich dazwischen und bei fünf Tuniken musste ich doch noch die Raglannaht enger machen. Und so, wie ich fertig wurde, stapelte ich die Tuniken auf dem Buttinette Karton, in dem die drei Stoffballen drin waren:

Der deutlich kleinere Stapel links, das sind die kurzen Tuniken (vier an der Zahl), das rechts sind die langen Tuniken (18 Stück). Meine Tochter musste dann natürlich mal eine Probeanziehen... Da fehlt eben noch der Rollsaum:Jede Tunika bekam eine individuelle Markierung. Zum Einen musste natürlich auch mein "FroschDesign" mit rein, in Kombination mit der Schule und dann wurde jede Tunika noch mit dem Namen der Schülerin, auf die diese Tunika abgestimmt ist, beschriftet und eine Größe für weitere Einsätze habe ich auch noch reingeschrieben.Und so sehen jetzt die Tuniken fix und fertig aus, einmal von vorne:Und einmal von hinten:Hätte ich diese Tunika für mich privat genäht, hätte ich das Satinband sicher etwas länger gemacht, aber es sollte ja auch nicht allzuviel kosten!

Passend zu diesem Outfit nähte ich dann noch aus dem Reststoff Haarbänder, die einfach im Nacken geknotet werden:

Als dann alles fertig war, packte ich die Kostüme komplett in den Buttinette Karton und fuhr sofort in die Schule, dort steht nun der Riesenkarton - so konnte ich (endlich) einen Strich unter diese Aktion machen. Ein Blick in den Karton zeigt, wie voll er geworden ist und mit den gekauften Sachen, die ich zum Teil auch noch abändern musste, wurde der Karton wirklich komplett voll!:Und zum guten Schluss lasse ich noch ein wenig die Statistik sprechen:

  • verarbeiteter Stoff: 54 Meter
  • geleistete Stunden (Entwurf, Waschen der Stoffe, Zuschnitt, Nähen): 53 Stunden (ich spreche hier von "richtigen" Stunden)
  • geleistete Stunden in der Schule zur Beratung, Besprechung, Maßnehmen, Änderungen etc.: 8 Stunden (dies sind jetzt Schulstunden, also 45 Minuten Stunden)
  • genähte Kleidungsstücke innerhalb von 14 Tagen: 60 Teile (dafür brauche ich ansonsten ein ganzes Jahr!)

Übrigens kamen die schwarzen Röckchen so gut an, dass die meisten Schülerinnen sie nach den Auftritten der Schule abkaufen wollen! Das freut mich natürlich sehr!

Doch eines weiß ich sicher, so schnell mache ich eine solche Aktion nicht mehr! Klar, hat mir diese Sache Spaß gemacht, doch das Familienleben litt schon auch darunter (hier kann fast keiner mehr das Wort Musical hören). Das ganze Nähen lief alles am Nachmittag, nachdem ich morgens meinem regulären Unterricht nachgekommen bin.

Dennoch bin ich stolz, dass ich alles rechtzeitig fertig bekommen habe und freue mich nun auf die Auftritte am kommenden Freitag und Samstag. Selbstverständlich zeige ich dann Bilder von den Tänzerinnen, dass man auch mal sieht, wie die Kostüme so in der Masse wirken!

Freitag, 26. Juni 2009

Meine Strickecke...

...am Kachelofen hat sich heute ein wenig verändert.

Nachdem ich meinen üblichen Freitagsputz hinter mir hatte, überkam mich der Rappel und ich organisierte das Wohnzimmer ein wenig um.

Letztes Wochenende bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine Familie vorerst mal genügend gestrickte Socken hat und ich mich jetzt an die Aufarbeitung von der schönen Wolle, die ich mir für Pullis und Jacken gekauft habe, mache. Deshalb wurde mein Wollschrank etwas umorganisiert, dass die beiden Körbe mit der Sockenwolle Platz fanden:

Ein IVAR-Schrankteil im Wohnzimmer gehört mir für meine Wolle. Auf dem oberen Regalbrett findet man nun Anleitungshefte und Stricknadeln, auf dem mittleren Brett stehen die beiden Körbe mit Sockenwolle und daneben findet man Wolle für einen Pulli und eine Jacke und auf dem unteren Brett ist abermals einiges an Wolle, teilweise auch in Körben verpackt. Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Wollvorrat bald abgebaut zu haben (in meinen Teeniezeiten wäre der schnell weg gewesen... da habe ich ja auch "nur" gestrickt und nicht genäht, lach).

Und dann wanderte ein kleinerer Strickkorb, in der die bereits vorgestellte, angefangene Strickjacke samt Wolle drin ist, auf die Kachelofenbank, bisher stand dieser auf dem Boden. Und in dem schnellen Säckchen liegt ein angefangenes Top für meine Tochter, das zu ihrem Geburtstag nächsten Mittwoch fertig sein soll.

Jetzt sieht das Wohnzimmer wieder richtig luftig aus, denn auch meine Stoffe, die ich eigentlich bald verarbeiten möchte, wanderten in einen Schrank (ebenso im Wohnzimmer, das ist voll in meiner Hand, grins!) und ich sehr zufrieden mit meiner Aufräumaktion.

Dienstag, 23. Juni 2009

Großprojekt Musical Teil 5 - Zipfelröckchen

Heute standen bei mir noch 14 Zipfelröckchen auf dem Programm. Jeweils drei Tücher mussten an ein breites Gummiband genäht werden. Zum Stecken nahm ich meine Schneiderpuppe zu Hilfe, da die Tücher ja bei gezogenem Gummi aufgesteckt/-genäht werden müssen. Die Tücher sind jeweils 90x90 cm groß und wurden über Eck gelegt, ein Tuch ist blau, eines pink und eines rot. Dazu ziehen die Tänzerinnen noch ein schwarzes Top und schwarze Leggins an.

Gut, diese Röckchen gefallen mir persönlich jetzt nicht ganz so gut, aber ich mache ja fast alles, was man von mir wünscht! Und wenn schon die Tücher da sind, muss man ja nicht noch weiteren Stoff kaufen...

Morgen ist nun die große Kostümanprobe, wo ich dann zum Teil noch einiges abstecke und ändern werde. Und dann müssen in die Mehrzahl der Tuniken noch die Halsausschnittbündchen rein und alle Tuniken werden noch mit Rollsaum versäubert...
Doch der Tag X des Auftritts rückt in greifbare Nähe!

Ein Ufo wird endlich fertig

Traurig aber wahr, seit 2004 liegt nun schon ein angefangener Pullunder in meinem Strickschrank. Das Rückenteil war schon lange fertig, nur beim Vorderteil verließ mich damals wohl die Lust. Und letzte Woche fasste ich den Entschluss, dass ich jetzt endlich mal meine Wollvorräte abbaue und begann damit, diesen Pullunder fertig zu stellen. Und gestern Mittag war er dann tatsächlich fertig, es ging echt razz-fazz.
Vorlage war das Modell 10B aus dem Diana Moden Sonderheft Nähen und Stricken (MO 019) eben aus dem Jahr 2004.
Verarbeitet habe ich das Effektbändchengarn "Arosa" von Schoeller und Stahl (68% Polyacryl, 32% Polyamid) mit Bambusstricknadeln (lange Nadeln) in der Nadelstärke 5,5. Der Brüller war hierzu mein Mann, als meine Tochter letzte Woche ganz erstaunt fragte, was ich denn da stricke. Bevor ich überhaupt Luft holen konnte, kam von ihm schon die Antwort wie aus der Pistole geschossen: "Mama verstrickt mit Baumstämmen Schnürsenkel!"
Hier kommt nochmals das Lochmuster genauer. Es ist ganz einfach zu stricken. Die Maschenzahl muss durch 2 teilbar sein und Sowohl Hin- als auch Rückreihe werden identisch gestrickt: 1 Umschlag, 2 M links zusammenstricken.

Was mich etwas stört, ist, dass man das Lochmuster irgendwie nie so 100%ig gleichmäßig hinbekommt, ich glaube, das war damals auch der Ausschlag, weshalb ich dieses Teil erst einmal auf die Seite gelegt habe. Doch wahrscheinlich bin ich da einfach etwas zu genau!

Dennoch freue ich mich jetzt sehr, dass ich ein Ufo fertig gebracht habe, und mit einem hellen Shirt darunter sieht der Pullunder auch richtig schön aus! Gestern habe ich schon begonnen, die Wollvorräte abzubauen, ein Pullunder für meine Tochter ist in Arbeit... Bilder folgen da sicher auch :-)

Sonntag, 21. Juni 2009

Ein Röckchen passend zum Top

Eigentlich wollten wir ja aus dem gemusterten Stoff so ein Röckchen nähen, wie ich es auch für die Schule gemacht habe, doch da der Stoff eigentlich mal für ein T-Shirt für mich gedacht war, hatten wir zu wenig Stoff. Und dann kam mir plötzlich eine Idee, denn meine Tochter war schon ein wenig enttäuscht, weil sie doch zum Top ein passendes Röckchen wollte. Und das kam bei meiner Idee jetzt heraus:

Das ist eine Variation zum Burda Einzelschnitt 8040, Modell B. Und zwar habe ich einfach hinten den Abnäher weggelassen, ein schmales Bündchen angenäht und dann einen Gummi eingezogen.

Der Stoffrest des Tops gab das obere Rockteil, das ich mit Restes des gemusterten Stoffes noch verziert habe. (die Sonne lässt den uni-Stoff etwas hell wirken, es ist aber dasselbe Gelbgrün wie bei dem gemusterten Stoff)

Jetzt bin ich mal gespannt, was meine Tochter zu der Überraschung sagt, denn noch weiß sie nichts von diesem Rock...

Samstag, 20. Juni 2009

Frauennähtag :-)

Heute stand schon seit einigen Wochen bei mir ein Tag in der offenen Nähwerkstatt im Kalender und am Donnerstag bekam ich einen Anruf, dass mein nähbegeistertes Töchterlein auch mitkommen kann, wenn sie möchte, da jemand ganz kurzfristig abgesprungen sei - und dies ließ sie sich nicht zweimal sagen (schließlich schlägt sie diesbezüglich voll nach mir, lach!)

Ich nahm mir vor, die Tunika (Modell 103 aus der Burda 03/2009) zu nähen und das klappte heute auch. Am Ende der offenen Nähwerkstatt war sie fertig und passt wunderbar:







Was man nicht so gut sieht, ist, dass oben eine Passe ist, die auch die Ärmel bildet und das Vorderteil wurde zur vorderen Mitte hin etwas gerafft.

Meine Tochter bat mich noch diese Woche, eines ihrer Lieblingstops, das langsam zu klein wird, mitzunehmen, dass Anja ihr den Schnitt runter macht und etwas vergrößert. Und da sie ja jetzt heute mitgehen konnte, war dieses Top selbstverständlich ihr Nähprojekt! Und was soll ich sagen, es wurde sogar noch viel schöner als das gekaufte Top (dies ist vielleicht auch der Mamastolz, grins). Hier sieht man den Unterschied, links gekauft, recht heute genäht:

Gut, das gekaufte Shirt ist zwischenzeitlich auch schon etwas verzogen, da meine Tochter es eben gerne und oft getragen hat und somit wurde es auch oft gewaschen...

Mit Feuereifer ging sie auf jeden Fall ans Werk, ganz konzentriert saß sie an der Nähmaschine:

Der große Kritikpunkt am Kaufshirt war schon immer, dass das Rückenteil immer hinunter rutscht und so der BH-Verschluss zu sehen ist, das wollten wir heute ändern (denn so zog sie es nur noch in ihrer Freizeit an, für die Schule war das Top ein "No-Go"). Zuerst wollten wir einen Gummi einziehen, doch auch damit war ein optimaler Halt nicht gewährleistet, so kamen wir alle auf die Idee, dass man in den Rückenausschnitt noch Bänder nähen kann. Gesagt - getan, doch leider hatte das knappkantige Absteppen des Bandes so seine Tücken und meine Tochter musste trennen (allerdings war dies das einzige Mal heute, so nahm sie es mit Humor)Als dann alles gesteppt war, ging es ans Einstecken, schließlich muss das Ganze ja auch richtig in Szene gesetzt werden, frei nach dem Motto: Ein schöner Rücken kann auch entzücken...Und obwohl eigentlich die Zeit der offenen Nähwerkstatt bereits abgelaufen war, musste das Top noch fertig gestellt werden. Kaum waren wir zu Hause, wollte meine Tochter ihr selbst genähtes Top natürlich auch gleich anziehen und so sieht es nun an ihr aus:Verarbeitet haben wir einen Viskosejersey und da wir feststellten, dass das Top eigentlich schon in der richtigen Länge war, verzichteten wir auf einen "normalen" Saum und nähten einfach einen Rollsaum. Doch die fertige Rückenlösung möchte ich unbedingt auch noch zeigen:Passend zu diesem Stoff liegt noch ein gemusterter Baumwolljersey hier, den schneiden wir nachher noch zu und da sie ja auf morgen Regen bringen, werden wir sicher morgen unseren Frauennähtag fortsetzen und dann noch das Röckchen nähen!

Wir waren uns alle heute einig, es war eine wunderschöne offene Nähwerkstatt, denn heute waren wirklich nur fünf Teilnehmerinnen da, zweimal Mutter mit Tochter und eine junge Frau und das hat heute sooooo sehr harmoniert, dass es ein ruhiges und sehr angenehmes Nähen war. Auch Anja, unsere Kursleiterin sagte beim Abschied, dass es so entspannt nicht jedes Mal zugeht und sie dies heute mit uns sehr genossen hat! Und für mich war dies, gerade nach dieser Extremwoche, einfach nur Erholung und Seelenbalsam pur!

Großprojekt Musical Teil 4 - Nähen der Röckchen

Hurraaaaaaa, die Röckchen sind alle genäht!!! Gestern Abend um 23.15 Uhr wurde ich fertig!!!
Und mein Chaos im Arbeitszimmer ist gelichtet, gerade eben habe ich den Schreib-/Nähtisch mal wieder so richtig aufgeräumt und vor allem entstaubt! (Da sieht man mal, wieviele Flusen es beim Nähen gibt!).
Begonnen habe ich mit den schwarz-gemusterten Röckchen, da der Viskosejersey hier sehr rutschig war und ich damit erst die schwierigere Hürde nehmen wollte.Bald schon nahm es Formen an, so ein Röckchen ist doch viel schneller genäht als eine Tunika:
Und bald schon waren die ersten Röckchen ganz fertig:Und damit man sieht, wie schön der Rock fällt, musste meine Schneiderpuppe noch herhalten!
Danach ging es an die vorerst letzte "Nähorgie", 12 Röckchen aus einem hell gemusterten Baumwolljersey, Und daneben sieht man noch das Gummiband liegen, das ist jetzt fast weg, verrückt, welche Mengen man da wegschafft:Da meine Ovi noch für den Rollsaum eingestellt war, nahm ich mir die Schulovi noch zu Hilfe, die ich diese Woche mal vorsichtshalber mit nach Hause genommen habe, so standen auf meinem Tisch dann plötzlich drei Maschinen (mein Mann schüttelte nur grinsend den Kopf):
Tja und auch hier ging es razz-fazz, wenn ich die Zeit anschaue, die ich gebraucht habe, habe ich durchschnittlich 30 Minuten für ein Röckchen zum Nähen gebraucht. Hier noch eine Aufnahme zum einnähen des Taillenbundes:
Und bald darauf waren auch schon die Gummis eingezogen und der Rollsaum genäht (da bebte selbst der Schreibtisch von meinem Mann, er konnte kaum noch etwas an seinem Bildschirm lesen, lach, kein Wunder, wenn ich da einen Bleifuß bekomme):Diese Rock fällt ein wenig anders, er ist etwas steifer, kommt aber dennoch sehr schön zur Geltung:Jetzt quillt mein Wäschekorb fast über, alle von mir genähten Teile liegen nun schön zusammengelegt da drin und warten auf die Kostümprobe am Mittwoch:Jetzt wecke ich meine Tochte, denn wir gönnen uns einen gemeinsamen Nähtag in der offenen Nähwerkstatt bei unserem Lieblingsstoffdealer...

Mittwoch, 17. Juni 2009

Großprojekt Musical Teil 3 - Nähen der Tuniken

Seit Montag, bin ich nun dabei, die Tuniken zu nähen. Und vorher wurde ich fürs Erste fertig, denn so wie es gestern bei der ersten Anprobe (bei der leider nicht alle Mädels anwesend waren) aussah, muss ich noch einiges ändern.

Doch ich beginne mal von Anfang an:

Zuerst nähte ich bei den Ärmeln den Rollsaum, denn die Ärmel sind ja eher wie kleine Flügel und sind in der Raglannaht zwischengefasst:Sogar unser Laserdrucker musste herhalten und die "Endlosärmel" auffangen:Danach nähte ich doch zuerst einmal die drei Kurzgrößen, so hatte ich mal ein Anschauungsteilchen:Und dann ging es an die Hauptmenge, alleine das Stecken der Seitennähte kostete schon viel Zeit und dann ging es wieder an eine "Endlosschleife" an der Overlock. Sarah hat mich da in typischer Haltung vor der Nähmaschine erwischt, die Nadeln im Mund sind fast schon ein Markenzeichen von mir:Und dann wurden die Teile wieder ein wenig nach Größen auf zwei Haufen sortiert:Die Ärmel mussten nun an Ort und Stelle, dazu war wieder einige Zeit mit Stecken nötig und neben meinen Maschinen wurde eifrig "gestapelt":Der Stapel zwischen Ovi und Nähmaschine sind noch gesteckt, der Stapel rechts neben der Nahmaschine war schon unter der Ovi.

Und nachdem dann noch die Nahtzugaben mit der normalen Nähmaschine abgesteppt wurden, landeten die vorerst fertigen Teile auf meiner Schneiderpuppe:

Bei 16 von 22 Oberteilen fehlen jetzt zwar noch die Bündchen, doch eben gestern wurde Kritik laut, dass die Oberteile viel zu weit seien, die Mädels wollen das Ganze wohl doch mehr auf Figur. Tja und dass ich nachher nicht allzuviel trennen muss, habe ich jetzt eben erst einmal das Bündchen und den Rollsaum weggelassen. Nächste Woche mache ich einen Anprobentag, da bin ich in allen sechs Vormittagsschulstunden nur am Kostüme anprobieren lassen und eben eventuell abstecken und ändern. Und deshalb sind jetzt erst einmal meine Tuniken in einem Wäschekorb untergebracht:

Jetzt geht es dann mit den Röckchen weiter. Schließlich muss das Stoffchaos hier im Arbeitszimmer mal wieder ein Ende nehmen, lach. Ich halte euch dann auch hier auf dem Laufenden...

Sonntag, 14. Juni 2009

Die 15. Socken des Jahres und ein wunderschönes Turnier

Vorher sind mir diese Socken von der Nadel gehüpft, mein 15. Paar in diesem Jahr:

Verstrickt habe ich dieses Mal das Geburtstagsgeschenk von Elfriede und zwar die Regia Bamboo Color (45% Viskose (Bambus), 40% Schulwolle, 15% Polyamid) mit Bambusnadeln in der Stärke 3,0 für meinen Mann in Größe 41. Die Wolle ließ sich hervorragend verstricken und ich glaube, von den Resten gibt es sogar noch ein Paar Sneakersocken für mich :-), habe ich eigentlich schon einmal gesagt, dass ich Sneakersocken LIEBE, lach.

Das Ganze war die Krönung des heutigen Tages. Wir haben heute in Reutlingen am 6. Jadturnier "unter der Achalm" teilgenommen! Es war ein absolut SUPERTAG. Das Wetter stimmte, der Parcour war einfach nur genial (wir liefen u.a. durch einen wunderbaren Eichenwald) und die Platzierungen stimmten auch. Mein Mann wurde 11. (von 39 Teilnehmern in seiner Bogenklasse - Bowhunter Recurve):

Cedi wurde sogar Erster bei den Recurve Freestyle (und hat das drittbeste Ergebnis des Tages geschossen, vor ihm lagen nur zwei Erwachsene):Sarah wurde Zweite bei den Schülerinnen Langbogen:Und ich wurde 8. von 29 Teilnehmerinnen bei den Bowhunter Recurve Schützinnen:Wenn man bedenkt, dass ich erst seit gut einem Jahr überhaupt schieße, ist das ein recht ordentliches Ergebnis, bei den "Profis", die da am Start waren. Und was mir besonders gut tat, war das Lob von wirklichen "Cracks", die bei uns in der Gruppe starteten, sie meinten, ich sei absolut konstant und würde sehr gut schießen, das ging natürlich runter wie Öl, lach!!

Die Bilder vom Turnier habe ich auf der entsprechenden Seite des Ausrichters "geklaut", aber wir selbst kamen überhaupt nicht zum Fotografieren, da wir einfach nur hin und weg waren von dem ganzen Turnier!

So neigt sich nun ein wunderschöner Tag dem Ende entgegen, die Kinder sind mit ihren Preisen absolut happy und schlafen bereits den Schlaf des Gerechten und auch ich bin nicht mehr allzu weit von meinem Bett entfernt! Nun kann die Woche mit Schule und Großprojekt Musical kommen...

Samstag, 13. Juni 2009

Großprojekt Musical Teil 2 - Der Zuschnitt

Nach 6,5 Stunden Zuschneidemarathon (natürlich mit Pausen) tun mir nun heftig die Knie weh, denn bei solchen Stoffmengen brauchte ich das Wohnzimmer der Länge nach und krabbelte eifrig neben dem Stoff auf dem Boden herum:

Das ganze Wohnzimmer wurde gebraucht, lach, unser Tisch wurde zur Zwischenablage der ersten zugeschnittenen Teile umfunktioniert:Und nachdem die "Sonderanfertigungen" fertig zugeschnitten waren, machte ich es mir leichter, indem ich die bereits zugeschnittenen Teile einfach auf die doppelte Stofflage legte:Und nach rund drei Stunden - alleine für die Tuniken - lagen dann alle Teile zugeschnitten da (17x in einer Größe, 3x in derselben Größe wie die Hauptmenge, doch etwas kürzer und 2x eine Nummer größer, also insgesamt 22 Tuniken):Einzig die Halsausschnittbündchen muss ich jetzt noch zuschneiden, doch dies mache ich beim Nähen mit dem Rollschneider.

Tja und dann schnitt ich noch insgesamt 24 Röckchen zu, pro Farbe also 12 Stück, dafür brauchte ich weitere 3,5 Stunden:

Und nun kann ich mit dem Nähen beginnen, doch jetzt werden wir erst einmal das schöne Wetter ausnützen :-)!